Segeln in Jeri und versinken im Sand
Erster Programmpunkt ist heute ein Segelturn auf einem Fischerboot. Reini ist bereits um 5 Uhr mit dem Fischer hinausgefahren um die Netze einzuholen. Andere sind am kilometerlangen, einsamen Sandstrand joggen oder spazieren gewesen. Das Frühstück schmeckt denen natürlich doppelt gut. Reini kommt ziemlich deprimiert zurück, weil der Fang sehr schlecht ausgefallen ist. Um zehn Uhr schlendern wir über die Sandstraßen gemütlich zum Strand. Abfahrt mit dem Boot ist um halb 11. In Brasilien ist das aber nicht so genau, denn wir warten relativ lange am Strand auf unseren Kapitän. Das türkisblaue Wasser und der wunderschöne Segelturn entschädigen aber für die Warterei. Bei unserer Rückkehr haben wir unser Boot mit so viel Schwung an den Strand gezogen, dass es viel zu weit im Sand steht und wir es mit viel Mühe wieder zurück ins Wasser schieben müssen. Nach dem Besuch eines Internetcafés lassen wir uns Sandwiches in einem kleinen Imbiss schmecken. In der Pousada spielen wir Mensch ärgere dich nicht und Helga entpuppt sich als wahre Meisterin des Spiels. Nach unserer Mittagspause gehen wir Reiten. Schon von Anfang an zeigen uns unsere Pferde, wer der Chef ist. Meines legt eine Fresspause ein, Andis will erst gar nicht los reiten. Als wir dann Alle unterwegs sind, reiten wir durch eine traumhafte Dünenlandschaft, mal im Schritt, mal im Trab, mal im Galopp, ganz wie es dem Pferd unter uns gerade gefällt. Es ist einfach wunderschön. Bei einem Wasser verweigern einige Pferde. Mit viel Überredungskunst, in Form von leichten Schlägen auf das Hinterteil, bringen wir sie zum weitergehen. Das war aber ein Fehler, denn drei unserer Pferde versinken bis zum Bauch im Sand. Wir können gerade noch abspringen. Zwei Pferde befreien sich selbst, bei Judiths Gaul muss sich unser Führer ordentlich anstrengen, um ihn wieder zu befreien. Während dieser Befreiungsaktion macht sich Andis Pferd auf den Weg nach Hause. Andy kann tun was er will, es bleibt alles erfolglos. Unser Guide muss ihm nachreiten und ihn zur Gruppe zurück bringen. Gemeinsam reiten wir zum Strand. Hier merken unsere Rösser, dass sie bald zu Hause sind und galoppieren los. Jeder ist froh, wenn er sich im Sattel halten kann. Nur Judiths Pferd ist müde und trabt gemütlich zurück. Das war Abenteuer genug für heute. Wir sind alle froh, dass wir wieder heil angekommen sind. Nach dem Abendessen gibt es einen gemütlichen Ausklang am Strand. Wir haben uns in Jeri ein bisschen kennengelernt und sind in Brasilien angekommen. Obwohl Jeri wunderschön ist und wir es auch noch länger hier aushalten würden, freuen wir uns auf die Weiterfahrt am nächsten Tag und auf neue Abenteuer, die auf uns warten.
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