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    Wüste, Wölfe, Sonne und ein verdientes Bier

    Da wir in der Kühle des Morgens starten wollen, müssen wir schon sehr früh aufstehen. Dann geht es mit dem Jeep eine Weile Richtung Wüste. Wir frieren wie Schlosshunde auf dem offenen Fahrzeug, obwohl Roberto nur sehr langsam fahren kann, weil die Sandpiste alles andere als gut ist. Um 5 Uhr beginnt unsere Wanderung durch die Lencois Maranhenses. Der erste Anstieg hat es schon in sich, doch Gott sei Dank ist es der einzige so steile Anstieg. Wir erleben einen wunderbaren Sonnenaufgang und Reini bereitet uns noch mit einer Meditation auf das, was uns erwarten wird, vor. Und dann marschieren wir weiter. Die erste Wasserdurchquerung lässt nicht lange auf sich warten. Alle nehmen ihren Rucksack auf den Kopf, damit er nicht nass wird. Nur Helga versucht es und geht mit ihrem Rucksack auf dem Rücken ins Wasser. Als sie dann bis fast zur Brust im Wasser steht, erkennt sie, dass es kein gutes Ende nehmen kann und dreht um. Zurück am trockenen Ufer,  ist es schon etwas spät. Ihr Fotoapparat ist bei dieser Aktion ertrunken. Nach einem stundelangen Marsch macht sich bei mir ein Wolf bemerkbar. Um die Mittagszeit kamen wir in die erste Oase zu Donna Loza. Hier werden wir, dank Reinis Charme, sehr freundlich aufgenommen und mit Kaffe und Eiern verwöhnt. Wir machen Mittagspause und schlafen eine Runde. Danach geht es weiter in Richtung zweite Oase, in der wir übernachten werden. Auf dem Weg dorthin bekommt Stefan die gleichen Symptome wie ich. Wir behandeln unsere Wehwehchen bei jeder Pause mit viel Hirschtalgsalbe. Wir laufen durch weißen Sand, durch blaues Wasser, durch rotes Waser. Irgendwann wird die Vegetation wieder etwas mehr und wir wissen, dass es nicht mehr weit sein kann bis zu unserem Ziel. Dort angekommen werden wir von einem Kamerateam empfangen. Müde und glücklich, den 1. Tag geschafft zu haben, singen wir dem brasilianischen Fernsehteam ein Ständchen. S’Wälderbähnle, nicht ganz einstimmig, dafür aber umso begeisterter, geben wir zum Besten. Dann gehen wir erst mal im See baden, zuerst die Weiblein und dann die Männlein, und waschen uns unseren Schweiß vom Leib. Danach gibt es noch ein Bier und ein Abendessen bevor wir alle hundemüde in die Hängematten fallen.
    Sonnenaufgang in der Wüste [singlepic id="35" w="160" h="120" mode="" float="" ]

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