Sonnenstich und eine Zwangspause für mich – Weiter Wüste und blaue Lagunen für die Anderen
Als ich heute mitten in der Nacht aufwache, ist mir kotz übel. Ich muss brechen, aber die Übelkeit verschwindet bis zum Morgen nicht. Als Alle aufstehen erfahre ich, dass es Frank genau so geht wie mir. Wir hatten am Tag zuvor wohl etwas zu viel Sonne erwischt. Reini überlegt sich, wie man mich aus der Oase rausbringen kann. Mein Glück ist, dass das Fernsehteam mit Geländewagen vor Ort ist und sich bereit erklärt, mich, Frank und Judith ins nächste Dorf zu fahren, wo wir auf die anderen warten sollen. Wir genießen, so gut es geht, die Jeepfahrt durch die Sanddünen und schauen uns den Sonnenaufgang an. In der Pousada, in der wir abgeladen werden, legen wir uns alle schlafen und warten, bis uns die anderen um die Mittagszeit abholen kommen.
Günter
Um halb sechs, nachdem alles für den Rücktransport der Kranken abgesprochen ist, marschiert der Rest der Gruppe los. Hier muss ich Judith noch einmal herzlich danken. Sie hat sich rührend um die Maroden gekümmert. Zuerst geht es durch ein nicht enden wollendes Flussgebiet. Etwas später erleben wir einen traumhaften Sonnenaufgang. Nach zwei Stunden durch Sand, Sand und nochmal Sand machen wir Pause. Reini hat eine Meditation für uns vorbereitet. Die Jause will nicht so recht schmecken. Der Käse ist wie Raclette und die Wurst scheint gekocht zu sein. Als wir an einer wunderschönen Lagune vorbei kommen gibt es für Willi, Reini, Andi, Christoph und mich kein Halten mehr und wir baden ausgiebig, obwohl wir nachher wieder eine steile Düne hinrauf klettern müssen. Wir sind wieder frisch und kommen um viertel vor elf am Treffpunkt mit dem Jeep an. 2 Tage Fussmarsch durch eine wunderschöne Dünenlandschaft mit türkisblauen, glasklaren Lagunen sind vorbei. Wir werden diese grossartige Landschaft nie vergessen. Roberto findet uns nach einer kurzen Irrfahrt. Heinz hat für jeden ein eisgekühltes Bier mitgebracht. Wir lassen uns das köstlche Getränk schmecken und fahren durch viel, viel Wasser zu einer unbeschreiblich schönen Lagune. Hier waschen wir uns den Schweiß von unseren müden Körpern und baden im glasklaren Wasser. Welch eine Wohltat nach 2 Tagen Sand und Hitze. Dann fahren wir ca. eine halbe Stunde in den nächsten Ort und holen unsere Kranken ab. Gott sei Dank geht es ihnen schon wieder besser.
Als die anderen kommen geht es weiter mit einem Jeep über eine sehr holprige Straße, die meinem Magen nicht wirklich gut tut. An der Hauptstraße Richtung Sao Luis wartet ein Van und unser Gepäck auf uns. Die Fahrt in diesem engen Bus wird für uns alle zur Qual. An Schlaf ist nicht zu denken und so werden die 4 Stunden Fahrt zur Nervenprobe. In Sao Luis werden wir dann auch noch in ein anderes Hotel umgebucht. Mir ist das allerdings egal, ich will nur ein Bett und meine Ruhe. Während die Anderen noch essen gehen, schlafen Frank und ich uns aus.
[singlepic id="37" w="160" h="120" mode="" float="" ]
Tags: Brasilien, Lencois Maranhenses, Sonnenaufgang, Sonnenstich, Wüste, Wüstenwanderung