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    Tuck-Tuck-Boot und Ebbe und Flut

    Heute um halb sieben geht es los. Wir sind wieder einmal abhängig von Ebbe und Flut. Als wir am Hafen ankommen, lässt die Flut doch etwas länger auf sich warten. So jassen wir um halb acht am Morgen und vertrieben uns die Zeit bis das Boot kommt mit verschiedensten Beschäftigungen. Reini bringt unsere Köpfe mit einem Vorarlberger-Ortsnamen-Quiz zum Rauchen. Wer mit Reini unterwegs ist, muss echt auf Zack sein was Vorarlberg betrifft. Frank entdeckt eine Reismühle, die wir natürlich alle besichtigen müssen. Bei uns ist so eine Maschine nur noch im Museum zu finden. Um elf Uhr kommt unser Boot dann endlich und wir tuckern gemütlich durch das Fluss-Delta. Unsere Verspätung bringt unseren Jeep- und unseren Buggifahrer etwas in Stress, denn es wird bald dunkel und die Flut kommt. Helga, Rita und ich setzen uns in den Buggi, der Rest fährt im Jeep mit. In einer abenteuerlichen Fahrt geht es über eine Sandstraße Richtung Caburé. Die ersten Wasserlöcher meistert unser Buggi auch noch problemlos, doch irgendwann kann er nicht mehr mit dem LKW mithalten und muss sich einen anderen Weg suchen. Den Weg den er sucht, gibt es aber nicht. Wir fahren also querfeldein, irgendwo im nirgendwo. Auf einmal sieht Rita die anderen im Jeep weit vor uns. Unser Fahrer versucht den Jeep einzuholen, bleibt aber in einem Schlammloch stecken. Wir müssen ihn herausschieben und kommen dann schlammverschmiert bei den anderen an. Da unser Buggi kein Licht hat und es schon dunkel ist, lassen wir unseren gelben Flitzer stehen und fahren im Jeep mit. Im Dunkeln rast unser Fahrer über den Strand und irgendwann sind wir da. Wir sehen nur ein paar Lichter etwa 5 Gehminuten vom Strand entfernt. Da müssen wir hin. Nach einem Abschiedsschnaps fahren unsere Fahrer zurück und wir marschieren zu unserer Pousada. Hungrig und durstig wie wir sind, bestellen wir gleich eine Runde Bier. Unsere Schlussstatistik sieht so aus: 24 Flaschen Bier zu je 0,6 Liter, das macht unterm Strich fast 15 l Liter Bier, das alles natürlich auf nüchternen Magen, denn unser Fisch, der hervorragend schmeckte, lässt etwas auf sich warten. Es war ein langer Tag. Trotzdem sitzen wir bis fast Mitternacht. Judith hat ja einen runden Geburtstag zu feiern. Die Müdigkeit ist dann doch größer und wir werden ihr morgen gratulieren und sie küssen. Frank wird auch wieder von einem Frosch in Miniformat angesprungen. Er schreit, als ob es ein Krokodil wäre. Wir werden versuchen, ihn von seiner Froschangst zu befreien. Aber in dieser Nacht hat Jeder mit seinen eigenen Tierchen im Zimmer zu tun. Von Eidechsen bis Kakerlaken ist alles vertreten. Gute Nacht.

    Fischer unterwegs auf dem Rio Parnaiba Siegerfoto nach dem Steckenbleiben im Schlamm Unsere vernichtete Biermenge war noch größer!

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